Vorbereitung zum Shooting

Welche Vorbereitung Du zu einem Shooting treffen solltest ist nun der nächste wichtige Punkt, nachdem wir uns überhaupt auf ein Shooting geeinigt haben. Den Vertrag habe ich Dir idealerweise bei einem Vortreffen schon erläutert, die Motive, welche wir Fotografieren wollen haben wir besprochen und eine Location für das Shooting ist gefunden, ebenso ein Termin steht fest.

Emotionale Vorbereitung

Wie Du Dich emotional am besten auf ein Fotoshooting vorbereitest ist pauschal sehr schwierig zu beantworten. Es hängt von vielen Faktoren ab:

  • Wie nervös bist Du überhaupt?
  • Wie viele Shootings hattest Du vorher schon?
  • Bist du eher extrovertiert und liebst es, dich zu präsentieren, zu posen und dabei zu strahlen – oder bist Du eher schüchtern und hast Probleme, aus dir „herauszukommen“

Diese Liste könnte ich ewig weiter führen. Jeder Mensch ist unterschiedlich, jedes Shooting anders und entsprechend ist auch die Vorbereitung immer eine andere. Je entspannter die Stimmung ist, desto entspannter siehst Du auf den Fotos aus, Du wirkst natürlicher und Deine Ausstrahlung vervielfacht sich, wenn du gut vorbereitet zum Shooting erscheinst. Deswegen möchte ich Dir trotzdem ein paar grob gefasste, grundsätzliche Punkte an die Hand geben, welche Du Dir immer wieder vor Augen führen kannst:

  • Außer dem Fotografen und dem Model (und evtl. einer Begleitperson) ist niemand bei dem Shooting anwesend. Du musst Dich hier für nichts schämen. Und was beim Shooting nicht klappt werde ich niemandem erzählen.
  • Auf einem Shooting werden üblicherweise mehrere hundert Bilder gemacht, ausgesucht werden danach zehn bis zwanzig Motive – wenn ein Foto also nicht so funktioniert wie geplant ist dies kein Beinbruch. Gerade durch Digitalfotografie kann man hier großzügig aussortieren.
  • Du kannst gegen jedes Foto ein Veto einlegen. Vor jeder Veröffentlichung werde ich Dich (wenn Du das willst) nach deinem Einverständnis fragen. Sollte Dir ein fertiges Bild also nicht gefallen, kannst Du bis zur Veröffentlichung jederzeit Einspruch einlegen, das Foto werde ich dann nicht veröffentlichen.
  • Rede frühzeitig mit deinem Fotografen über Hemmungen oder Problemzonen. Wenn du eine Narbe, ein Muttermal, ein Tattoo oder ein Teil deines Körpers nicht so schön findest kann der Fotograf hier nur darauf eingehen, wenn er darüber Bescheid weiß.

Die Woche vor dem Shooting

In der Woche vor dem Shooting beginnt dann auch die körperliche Vorbereitung auf das Shooting. Vermeide alles, was blaue Flecken und Kratzer verursacht, egal ob Paintball, Kampfsport, Schlägereien, Autounfälle… Du siehst: nicht alles ist vermeidbar – Leider. Aber einiges dann halt doch. In deinem eigenen Interesse willst du ja auch schöne Bilder erhalten, deswegen ist ein bisschen Disziplin als Vorbereitung denke ich nicht zu viel verlangt.

Wie schon gesagt sind nicht alle Versetzungen vermeidbar – und im Zweifelsfalle gibt es dann ja auch noch Photoshop. Einem geschulten Auge wird diese Bearbeitung aber immer auffallen, weshalb ich versuche, die Eingriffe in das Bild so gering wie möglich zu halten.

Im übrigen zählen auch Knutschflecken zu der Kategorie „vermeidbar“ 😉

Der Tag vor dem Shooting

Auch hier gilt wieder: jeder Mensch und jedes Shooting ist anders. Die Hinweise zur Vorbereitung gelten daher nur als Richtlinie, Deinen eigenen Körper kennst Du am besten, deswegen entscheide selber, welche Punkte auf dich zutreffen und wann die Vorbereitung bei Dir am besten ist. Normalerweise gilt aber:

  • Am Tag vorher die Finger- und evtl. Fußnägel schneiden und pflegen. Dies gilt auch – oder vielmehr gerade – für Männer. Lass Dir im Zweifelsfalle von einer Freundin helfen oder gehe zur Maniküre. Was im Alltag vielleicht noch in Ordnung ist und bei Bewegung nicht auffällt wird auf einem Foto in einer Momentaufnahme festgehalten, bei welcher der Betrachter länger hinschaut.
  • Rasiere dich bereits am Tag vorher. Frisch rasierte Haut ist häufig gereizt, rot und nicht wirklich schön anzusehen. Wenn Du nicht gerade über enormen Haarwuchs verfügst, solltest Du die Rasur daher bereits am Tag vor dem Shooting durchführen – idealerweise Abends. Die Haut kann sich dann über Nacht erholen und die nachwachsenden Haare sind bis zum nächsten Tag kein Problem. Natürlich sind auch mit Heisswachs entfernte oder epilierte Haare eine Option, eine ideale Vorbereitung findet auch dann am Vortag statt.
  • Augenbrauen zupfen gehört ebenfalls zur Vorbereitung der Haare, möglicherweise auch Haare nachfärben oder schneiden.

Am Tag des Shootings

Verzichte einige Stunden vor dem Shooting auf alle enge Kleidung, die Du nicht beim Shooting an hast. Gürtel, Bündchen und BHs hinterlassen schnell Druckstellen, welche auf Fotos noch lange zu sehen sind. Ebenso sollten enge Schmuckstücke oder Uhren bereits einige Stunden vor dem Shooting abgenommen werden und auch Brillen, welche beim Shooting nicht getragen werden können ungewünschte Druckstellen verursachen.

Zu einer guten Vorbereitung gehört natürlich auch das Packen der benötigten sieben Sachen. Vergiss hierbei nicht

  • Kleidung, in der du dich Fotografieren lassen willst
  • passende Unterwäsche (ein trägerloses Kleid braucht meist einen entsprechenden BH)
  • Schmuck
  • Make-Up – zum Schminken vor Ort oder auch zum Nachschminken, falls mal etwas verläuft
  • Haar-Styling-Produkte
  • Requisiten (falls thematisch benötigt)
  • evtl. warme Kleidung für Pausen beim Shooting, Bademantel bei Akt- oder Dessous-Shootings

In der Hoffnung, dass Du nun gut auf das Shooting vorbereitet bist kannst Du Dich nun zum Shooting auf den Weg machen. Wie das Shooting genau abläuft erkläre ich Dir auf der nächsten Seite.

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