TfP-Shooting (Time for Pictures)

Alle meine Shootings sind ausschließlich TfP-Shootings. Was dies genau bedeutet und warum ein TfP-Shooting immer einen entsprechenden Vertrag benötigt und warum ich ausschließlich als TfP-Fotograf arbeite werde ich hier erklären.

Was bedeutet TfP eigentlich?

TfP ist die Kurzform für „Time for Pictures“ – oder auch „Time for Prints“. Hier wird – abgesichert durch einen Vertrag – eine Vereinbarung zwischen Model und Fotograf getroffen: Die einzige Abgeltung für beide Parteien sind lediglich die im Shooting entstandenen Bilder. Der Vertrag regelt dabei noch andere Aspekte, auf welcher ich in der Seite über den Vertrag genauer eingehe, beispielsweise die Veröffentlichungsrechte und ähnliches. Wichtig an dieser Stelle ist jedoch noch ein weiterer Punkt: Neben der Vereinbarung, keine Gage oder Lohn zu zahlen beschränkt der Vertrag auch auf eine nicht-komerzielle Nutzung. Es wird also ausgeschlossen, dass ich oder das Model mit den gemachten Bildern Geld verdiene.

Durch digitale Fotografie hat sich die Verwendung eher zu der Variante „Time for Pictures“ verändert. Die digitale Übertragung der Bilder ist einfacher, oftmals braucht das Model gar keinen Abzug des Bildes sondern will es nur als neues Profilbild oder zur Verwendung in Internet-Communtiys benutzen. Eine gedruckte Variante, welche dann zunächst wieder eingescannt werden müsste würde also nur zusätzliche Kosten und Mühen verursachen.

Wer bezahlt entstandene Kosten?

Keine Gage bedeutet nicht, dass keine Kosten entstehen. Anfahrt, Requisiten, Verbrauchsmaterial, vielleicht eine Studio-Miete – das alles sind Kosten, die auch bei einem TfP-Shooting entstehen können. Wer die Kosten dabei übernimmt ist unterschiedlich und wird im Einzelfalle entschieden. Es gilt aber die Faustformel: Derjenige, der das Shooting mit einer speziellen Idee anfragt übernimmt den Großteil der Kosten.

Warum ausschließlich TfP?

Der Grund, warum ich ausschließlich TfP-Shootings mache ist einfach: Fotografie ist mein Hobby. Ich habe in anderen Bereichen festgestellt, dass mit dem Zahlen von Geld für ein Hobby der Spaß daran verloren gehen kann. Das möchte ich bei der Fotografie vermeiden. Den Leistungsdruck von außen will ich vermeiden, bei einem TfP-Shooting müssen die entstandenen Fotos lediglich dem Model und mir gefallen – Wenn sie darüber hinaus noch weiteren Zuspruch finden freut mich das dann um so mehr.

Sind TfP-Bilder schlechter?

Ganz klar: Nein! Das beweist allein schon, dass auch im professionellen Bereich solche Vereinbarungen getroffen werden. Und die Motivation von Fotograf und Model ist ja auch im eigenen Interesse sehr hoch – denn die Bilder werden zur Eigenwerbung genutzt. Während bei einem Pay-Shooting die Gage oft das Engagement begrenzt (denn Budgets sind immer knapp), sind hier die Grenzen der Motivation deutlich weiter gesteckt. Vielmehr sind hier also die Fähigkeiten von Fotograf und Model sowie allen weiteren Beteiligten wie beispielsweise einer Visagistin die Faktoren, welche die Qualität des Bildes am Ende bestimmen.

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